Eine bewegende Geschichte

Pilgermissionare unter den Bahnarbeitern

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in der Gegend von Schaffhausen zwei Eisenbahnlinien gebaut: die „Rheinfallbahn“ nach Winterthur und die „Badische Bahn“ nach Basel. Antistes Johannes Kirchhofer, der Leiter der Schaffhauser Kirche, waren die „Hunderte von Arbeiter, die ohne jegliche geistige und religiöse Pflege waren“ zur Last geworden. Er gelangte mit seinem Anliegen an Christian Friedrich Spittler, der 1840 in der Kirche von St. Chrischona die „Pilgermission“ gegründet hatte. Bereits 1856/57 wurden die Brüder Kündig und Lieb nach Schaffhausen gesandt. Sie sollten „die Arbeiter zum Kauf eines Neuen Testamentes ermuntern und Ansprachen an sie halten“.

Durch die Tätigkeit dieser Pioniere entstanden Versammlungen, zu denen auch Einwohner aus Neuhausen und Umgebung, sogar von jenseits des Rheins, kamen. Oft waren es über hundert Personen. Bei Schreiner Huber gegenüber der Kirche Neuhausen wurden Bibelstunden angeboten. Ab 1876 durfte man ein Schulzimmer und später ein Zimmer in der Turnhalle benutzen. Seit 1906 versammelte man sich im Blaukreuzhaus.

1856 wurde die Rheinfallbahn und 1865 die Badische Bahn eröffnet. Die Wanderarbeiter zogen weiter. Die „Pilgermissionare“ wurden für ihre frühere Aufgabe nicht mehr benötigt. Aber aus den Versammlungen kam die Anfrage, ob Chrischona nicht auf Dauer in Neuhausen einen Reiseprediger stationieren könnte. Dem Wunsch wurde entsprochen. In rascher Folge kamen verschiedene „Chrischonabrüder“ in unsere Gegend.

Die Entstehung einer Chrischona-Gemeinde

In dieser bewegten Zeit kam ein Mann nach Schaffhausen, der die Entstehung und das Wachstum unserer Gemeinde entscheidend prägen sollte: Jakob Fink. Im Chrischona-Jahresbericht von 1873 steht der Satz: „Auf mehrfache Anfragen hin haben wir einen Evangelisten in den Kanton Schaffhausen stationiert.“ Sicher ist, dass Jakob Fink am 26. Oktober 1873 durch zwei Mitglieder der Herrnhuter Brüdergemeinde eingeführt wurde, die sich in der Gerberstube in der Unterstadt (heute Bachstrasse 8) versammelte.

Mit der Zeit schlossen sich den Versammlungen in der Gerberstube auch andere Gruppen an. Der Dienst von Jakob Fink beschränkte sich aber nicht auf die Stadt. In kurzer Zeit konnte er an vielen anderen Orten Versammlungen beginnen.

Von Versammlungen zur Gemeindegründung

Woher kam dieser Erfolg? Es war die Zeit der liberalen Theologie, in der viele Pfarrer die Zuverlässigkeit der Bibel in Frage stellten. Die Leute bekamen zu wenig Nahrung und waren dankbar, dass jemand kam, der die Bibel ernst nahm und für den Alltag auslegte. In dieser Situation war Fink der rechte Mann am richtigen Ort. „Er war ein frommer, gediegener und nüchterner Gottesmann, als Württemberger überzeugt kirchlich, gesund pietistisch und gemeinschaftlich gesinnt. Das entsprach der Mehrzahl der erweckten kirchlich gesinnten Kreise in Stadt und Landschaft Schaffhausen, die nach recht bewegter Zeit nun nach gesunder, biblischer Lehre verlangten.“

Am 26. November 1873 begann die Evangelische Gesellschaft in Schaffhausen eine Arbeit. Die Verantwortlichen waren von der Begabung von Jakob Fink beeindruckt und beriefen ihn am 11. Juni 1874 als Evangelist in die neu gegründete Stadtmission. Aber die Mitarbeit von Jakob Fink in der Stadtmission entwickelte sich nicht optimal. Er sollte eigentlich „religiös gleichgültige und der Kirche entfremdete Leute gewinnen“. Ihm aber war die Pflege der Gemeinschaften wichtig. Die Leiter der Evangelischen Gesellschaft hatten für „Gemeinschaftsarbeit“ wenig Verständnis. Nach nur drei Jahren beendete Jakob Fink deshalb seinen Dienst bei der Evangelischen Gesellschaft und wechselte am 1. Oktober 1877 in den Verband der Pilgermission St. Chrischona. Dieses Datum markiert den Beginn der Chrischona-Gemeinde Schaffhausen.

„Sein Austritt aus der Evangelischen Gesellschaft löste Entrüstung aus. Die Kirche befürchtete Sektiererei.“ Aber die Aufregung war unbegründet. Jakob Fink blieb lebenslang ein treuer Kirchenbesucher. Seine Devise war: „Arbeiten im Rahmen der Kirche, aber in den Entschliessungen unabhängig von den Organen der Kirche, brüderliche Gemeinschaft, aber innere Freiheit. Diesen Richtlinien blieb er treu und hat seiner Chrischonaarbeit stark das Gepräge des Württembergischen Pietismus gegeben.“

''Blumen-Versammlungen''

Wer in grossem Segen arbeitet, muss sich über Schwierigkeiten und Anfechtungen nicht wundern. Malaria hatte Jakob Fink seinerzeit gezwungen, seine Missionsarbeit in China aufzugeben. Sein Leben lang hatte er auch in Schaffhausen mit Malaria-Schüben zu kämpfen. Auch familiär ging es durch schwere Zeiten. Seine erste wie auch seine zweite Frau starben bei der Geburt ihres ersten Kindes. Er heiratete zum dritten Mal, diesmal die Schwester seiner zweiten Frau. Durch diese Heirat zog er ins Haus „zur Blume“ in der Vorstadt 11. Das Haus gehörte seinem Schwiegervater, und durch Erbschaft wurde Jakob Fink später Besitzer dieses Hauses in der Schaffhauser Altstadt. Er liess im ersten Stock einen Saal einrichten und am 18. Juli 1880 zog die Gemeinde von der Gerberstube in diesen Saal. Mit diesen „Blumen-Versammlungen“ hatte die Pilgermission St. Chrischona in Schaffhausen ein eigenes Lokal erhalten. Nach und nach entstand dort ein reges Gemeindeleben.

Mit Evangelisationen versuchte man, neue Leute zu erreichen. Für die erste Evangelisation holte man den Hausvater des Bibelheims Männedorf, Samuel Zeller. Der Besuch war so gross, dass nicht nur der Saal, sondern auch die Gänge und Treppen benutzt werden mussten. Dies rief die Baupolizei auf den Plan, um die Tragkraft des Blumensaals zu überprüfen. Die Frage eines grösseren Saals wurde erwogen. Eine Anfrage ans Komitee der Pilgermission wurde gemäss Protokoll vom 1. September 1901 negativ beantwortet.

Die Pauluskapelle

Das Projekt einer eigenen Kapelle ins Rollen brachte eine Bemerkung von Jakob Vetter, dem Gründer der Deutschen Zeltmission. Er evangelisierte 1903 im Blumen-saal. Es wurde ein Baufonds gegründet. Als Jakob Fink am 28. April 1906 starb, war der Baufonds bereits auf 23’000 Franken angewachsen.

Otto Meyer, sein Nachfolger als Prediger, nahm die Projektierung des Neubaus am Tannerberg zügig an die Hand, obwohl das Komitee der Pilgermission damit nicht einverstanden war. In der Chronik von Otto Zubler steht dazu: „Weil sich der verehrte Inspektor Rappard mit den grossen Baugedanken der Schaffhauser nicht einig erklären konnte“, wurde am 9. März 1907 ein eigener Verein gegründet, der „Verein für Evangelisation und Gemeinschafts-Pflege“. Der Verein war zwar selbständig, blieb aber mit der Pilgermission eng verbunden.

Die Kaufverhandlungen für das Grundstück Deggeler am Tannerberg konnten im April 1907 abgeschlossen werden. Als Architekt wählte man Peter Tappolet aus Fribourg (später Schaffhausen). Der erste Spatenstich fand am 21. August 1907 statt, drei Wochen später die Grundsteinlegung. Und im Herbst 1908 konnte die fertige Pauluskapelle bereits eingeweiht werden. Carl Heinrich Rappard, der damalige Inspektor der Pilgermission St. Chrischona, hielt die Festrede. 1926 wurde der „Verein für Evangelisation und Gemeinschaftspflege“ aufgelöst und die Gemeinde in der Pauluskapelle schloss sich wieder dem Chrischonawerk an. Mit der Einweihung der Pauluskapelle hatte die Gemeinde eine eigene „Heimat“, mit der sich die Gläubigen identifizieren konnten. Die Pauluskapelle mit ihrem grossen Saal wurde auch zum Zentrum für die Chrischona-Gemeinden im Kanton Schaffhausen. Neben dem normalen Gemeindeleben konnten auch grössere Anlässe und Konferenzen durchgeführt werden.

Einige Streiflichter aus dem lebendigen Gemeindeleben

  • Wilhelm Böhler (1922-30) begann „unter schwerem Kampf“ eine Jugendarbeit.
  • Walter Handschin begann 1966 mit einer Jungschararbeit. Auch die Sonntagsschule und der „Jugendbund“ erlebten einen Aufschwung.
  • Unter Leo Peter wurde der Posaunenchor Beringen/Schaffhausen gegründet. Zur Entlastung des Predigers wurde im Sommer 1973 Esther Leupp als erste Gemeindehelferin angestellt.
  • Immer wieder wurden in all den Jahren Evangelisationen durchgeführt. Dabei gelang es, bekannte Referenten zu gewinnen, wie Pfarrer Max Monsky aus Wien, Ernst Aebi vom Bibellesebund, Gertrud Wasserzug von Beatenberg, Pfarrer Eichin vom Haus Frieden in Hägelberg, Pfarrer Hans Bruns, Übersetzer der „Bruns-Bibel“, Dr. Gerhard Bergmann und andere. 1972 war das ganze Theologische Seminar von St. Chrischona mit Direktor Schmid als Evangelist für eine Evangelisation zu Gast in Schaffhausen.
  • Unter Hermann Müller entstanden nach einem Wochenende mit „Mut zur Gemeinde“ verschiedene Hausbibelkreise. Nach Esther Leupp wurde Diakonisse Heidi Ackermann als neue Gemeindehelferin berufen. Sie führte in Neuhausen und Lohn Kinderstunden ein.
  • 1966 begann Hans Schlatter in der Baptistengemeinde mit einer Jungschar. Weil sich auch Kinder aus Chrischona-Familien dafür interessierten, wurde aus der Baptisten-Jungschar eine Jungschar beider Gemeinden.
  • Das Jubiläum „100 Jahre Chrischona-Gemeinde Schaffhausen“ feierten am Wochenende vom 20./21. August 1977 über 500 Personen, darunter viele ehemalige Prediger und Mitarbeiter.

Freikirche und Landeskirche

Wie schon erwähnt, wurde die Berufung von „Pilgermissionaren“ durch Johannes Kirchhofer, dem Leiter der Schaffhauser Kirche nicht von allen gern gesehen. Er aber verteidigte sie auch gegen Angriffe in der Synode standhaft.

Frühere Generationen besuchten am Sonntagmorgen die Gottesdienste der Landeskirche. Die „Stunde“ der Chrischona-Gemeinde fand erst am Nachmittag statt. Der Übergang von den Nachmittagsstunden zu den Gottesdiensten am Sonntagmorgen kam nicht von heute auf morgen. Zaghafte Versuche mit einem Sonntagmorgen-Gottesdienst am vierten Sonntag im Monat waren der erste Schritt hin zur kirchlichen Selbständigkeit. Seit Leo Peter finden alle Gottesdienste am Sonntagmorgen statt. Die Sonntagsschule wurde neu parallel zum Gottesdienst durchgeführt.

Das Heuberg-Zentrum im Hauental

Die wachsende Gemeinde stiess in der Pauluskapelle besonders im Bereich der Nebenräume an ihre Grenzen. Neue Bedürfnisse riefen nach grundsätzlichen Veränderungen. Die Pauluskapelle bot zu wenig Gestaltungsmöglichkeiten. Es wurde eng. Mit der zunehmenden Mobilität verschärfte sich auch das Parkplatzproblem.

Zudem war die Pauluskapelle in die Jahre gekommen. Kleine Renovationen genügten nicht mehr. Bei den Abklärungen, ob eine gründliche Renovation der Pauluskapelle oder ein Neubau günstiger käme, gab es einen Konflikt mit dem Amt für schützenswerte Gebäude, das seine Hand auf dieses Haus gelegt hatte. Der Entschluss, etwas Neues zu suchen, reifte allmählich.

Den Anstoss zum Wechsel an den heutigen Standort gaben Fritz und Erika Siegerist, die im Hauental wohnten und dort noch Landreserven zur Verfügung hatten. Sie boten der Gemeinde ein grosses Stück Land an – und zwar zum Nulltarif, also geschenkt. Dieses grosszügige Angebot nahm man als Zeichen von Gott wahr und begann nun konkreter zu planen. Eine Baukommission erarbeitete zusammen mit Architekt Werner Kunz aus Zürich in relativ kurzer Zeit ein Raumkonzept und Pläne für einen Neubau, der die Gemeinde überzeugte. Der Beschluss für einen Neubau im Heuberg, der Verkauf der Pauluskapelle an die Heilsarmee und die Zustimmung zum definitiven Raumprogramm fielen alle mit einem Mehr von über 90 Prozent.

Am 14. Januar 1996 wurde unter grosser Beteiligung der Gemeinde der erste Spatenstich gefeiert und bereits am 7. September 1997 konnte das Gebäude eingeweiht werden.

Zur Ruhe setzen?

Der Neubau im Hauental gab der Gemeinde neuen Schub. Die schönen, grossen Räume wurden sofort für grössere Anlässe genutzt, unter anderem auch für eine erfolgreiche Evangelisation mit Wilhelm Pahls 1999. Viele Jugendliche aus unserer Gemeinde entschieden sich für ein Leben mit Jesus Christus. Im gleichen Jahr fand auch der erste Alphalive-Kurs statt. Bereits ein Jahr später war Wilhelm Pahls wieder für eine Evangelisation in Schaffhausen, diesmal im Rahmen der Evangelischen Allianz. Auch das Jubiläum zum 125-jährigen Bestehen der Chrischona-Gemeinde 2002 wurde genutzt, um nicht nur auf die Gemeinde, sondern auf Jesus Christus hinzuweisen.

Das Hauental wurde in den letzten Jahren mehr und mehr überbaut. Um rund ums Gemeindezentrums noch etwas Landreserven zu haben, kaufte die Gemeinde 2007 von der Erbengemeinschaft Siegerist die angrenzende Landparzelle. 2011 wurde die Bevölkerung erstmals zu einem Quartierfest eingeladen. Seither findet immer Anfang September ein „Heubergfest“ statt, das in der Bevölkerung regen Zuspruch findet.

An Aktivitäten fehlt es nicht

Die Kinder- und Jugendarbeit ist seit Jahren ein wichtiger Zweig unserer Gemeinde. 2010 wurde die frühere Sonntagsschule in den Kidstreff umgewandelt: Mit einer „Spielstrasse“ werden die Kinder spielerisch abgeholt. Anschliessend wird im Plenum gesungen und eine biblische Geschichte erzählt. Und in Kleingruppen wird das Gehörte altersgemäss diskutiert und auf den Kinderalltag übertragen.

Nach wie vor sehr populär ist die Jungschar alle 14 Tage am Samstagnachmittag. Höhepunkte im Jahresprogramm sind jeweils das Pfila (über Pfingsten) und das einwöchige Sommerlager im Juli. Am 25. Oktober 2008 startete Rahel Heiniger mit einigen Jugendlichen unserer Gemeinde in Neuhausen eine Jungschar, die bei vielen Kindern auf Interesse stiess – auch bei Fremdsprachigen mit moslemischem Hintergrund. Grosse Erfolge feiert das Unihockey-Team unserer Gemeinde regelmässig bei regionalen und nationalen Turnieren.

In jeder Gemeinde ist die Zeit nach dem Abschluss des biblischen Unterrichts eine besondere Herausforderung. Finden die Teenager in der Gemeinde keine Angebote, die ihren Bedürfnissen entsprechen, suchen sie „auswärts“ nach Alternativen. Die Arbeit mit Teenies und Jugendlichen ist besonders störungsanfällig. Der junge Mensch verändert sich rasch, orientiert sich stark an Freunden, ist durch Aus- und Weiterbildungen manchmal bis an die Grenzen gefordert und zieht nach der Ausbildung oft weg. Das erfordert permanent Anpassungen an die neuen Verhältnisse.

2002 wurden die Ehepaare Kautz und Schlatter als Missionare unserer Gemeinde nach Zentralasien bzw. Ostafrika ausgesandt. Die transkulturelle Mission hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Gefragt sind heute qualifizierte Berufsleute, die sich als Lehrer, Pilot oder Coach für angehende Berufsfachleute bewusst im Dienst für Jesus Christus verstehen. Ein Missionsteam hält den Kontakt zu den zurzeit neun Missionarinnen und Missionaren.

Um den steigenden Anforderungen des Gemeindelebens gerecht werden zu können, bewilligte die Gemeindeversammlung 2004 eine dritte Predigerstelle. Die jährlichen Gesamtkosten des Gemeindehaushalts betragen knapp 500’000 Franken. Sie werden fast ausschliesslich durch freiwillige Gaben der Gemeindeglieder gedeckt.

Die Zusammenarbeit mit den anderen Freikirchen im Rahmen der Evangelischen Allianz Schaffhausen funktioniert nach wie vor gut.

Ein reiches musikalisches Angebot

Musik spielte in unserer Gemeinde seit Beginn eine wichtige Rolle. Neben dem Gemischten Chor gab es einen Männerchor und während einigen Jahren auch einen Gitarrenchor. „Der hoch qualifizierte Posaunenchor Beringen/Schaffhausen, unter der Leitung von Reinhold Uebersax, war unser Paradepferd“, steht in einem Bericht aus den 80er-Jahren.

Über die Jahre formierten sich aus den reinen Instrumentalisten-Gruppen neu verschiedene Musikteams, die die Gottesdienste bereichern. Dadurch erschliessen sich für die Gemeinde neue Formen von Lobpreis und Musikstilen, die von den verschiedenen Generationen viel Beweglichkeit und Toleranz erfordern. Grosser Beliebtheit erfreut sich das „Heuberg-Orchester„, das 2005 durch Stefan Siegerist gegründet wurde und die jährlich stattfindende Musikwoche.

Der Gemischte Chor – lange Jahre von Karl Ehrat, Jakob Rohr und Stefan Siegerist geleitet – hat die Turbulenzen heil überstanden, die mit der Einführung der neuen Anbetungskultur manchen Gemeinden zu schaffen machten.

1994 fand die erste „Kisiwo„, die Kindersingwoche statt. Kinder lassen sich schnell begeistern, und so nahm das Interesse von Jahr zu Jahr zu. Am Wochenende präsentieren die Kinder jeweils bei vollem Haus das eingeübte Musical.

Eine spannende Geschichte

Dass es unsere Gemeinde nach fast 140 Jahren immer noch gibt, ist vielleicht das grösste aller Wunder in unserer Geschichte – das Werk des Heiligen Geistes. Wären nur kluge Strategen am Werk gewesen, unsere Gemeinde wäre längst gestorben. Es ist unverkennbar, dass es auch bei uns Abnützungserscheinungen gibt. Unsere Gemeinde braucht neuen Schwung und vor allem ein ganz neues, erwartungsvolles Vertrauen auf den Gott, der mit seiner Kraft nie am Ende ist. Mit Paulus vertrauen wir, dass „dieselbe Kraft, mit der er Christus von den Toten auferweckte“ in unserer Mitte am Wirken ist. Wir können gespannt sein und freuen uns!

Liste der Prediger und Gemeindehelferinnen

 Liste der Prediger und Mitarbeiter/innen

Name Ehefrau In Schaffhausen Bemerkungen
Jakob Fink 1877-1906
Otto Meyer 1906-1913
Heinrich Spörri 1913-1922
Wilhelm Böhler 1922-1930
Otto Zubler 1930-1942
Georg Krampf Hedwig 1942-1948
Edgar Schmid 1947-1948
Edwin Sturm Marta 1948-1957
Jakob Rohr Lydia 1957-1965
Walter Handschin Elisabeth 1965-1969
Leo Peter Emmy 1969-1973
Hermann Müller Marika 1973-1984
Hansrudolf Grütter Marlies 1984-1994
Ruedi Glanzmann Elisabeth 1994-2006 Hauptpastor
Daniel Frischknecht Conny 1997-2000

2006-2007

Jugendpastor

Überbrückung Vakanz Glanzmann

Bernhard Lüthi Gabriela 2000-2002 Jugendpastor
Martin Pfäffli Debora 2002-2009 Jugendpastor
Heini Schaffner Astrid 2004-2012

2012-2014

Pastor

Hauptpastor

Walter Hürzeler Elisabeth 2007-2012 Hauptpastor
Fabio Kunz Daniela 2009-2011 Jugendpastor
Robi Baumhakl Anita 2011- Jugendpastor
Fritz Stalder Marianne 2013- Pastor
Rolf Senn Ruth 2014- Hauptpastor

Gemeindehelferinnen

Name Ehefrau Schaffhausen Bemerkungen
Esther Leupp 1973-1975 Später Frau von Nicola Kostadinov
Diakonisse Heidi Ackermann 1975-1983
Luisa Vetsch 1983-1985 Später Frau von Thomas Richner
Heidi Kohli 1985-1995 Später Frau von René Gut
Karin Frei 1995-1996

Archiv der Chrischona-Gemeinde Schaffhausen

Im Archiv der Gemeinde gibt es eine ganze Reihe detaillierter und umfangreicher Berichte über Entstehung und Werdegang unserer Gemeinde. Hier eine kleine Übersicht über die wichtigsten Dokumente:

  • Chronik über die Entstehung der Chrischona-Versammlungen im Schaffhauser Konferenz-Bezirk, Zeitraum 1856-1951, verfasst im Juli 1951 von Otto Zubler, Prediger in Schaffhausen von 1930-1942), mit einer ganzen Reihe von Anhängen:
    – Das Wirken der ersten Pilgermissionare und Entstehung der Chrischona-
    Versammlungen
    – Jahresberichte 1856-1886
    – Auszug aus dem „1. Protokollbuch der Evangelischen Gesellschaft Schaffhausen     Herr J. Fink, Evangelist“ in alter deutscher Schrift (von Leo Peter 2002   „übersetzt“).
    – Jubiläumsbericht der Pauluskapelle Schaffhausen (1880-1930)
    – Erinnerungen über die Wirksamkeit von Missionar Samuel Hebich und seiner          Freunde im Kanton Schaffhausen (1859-1898), inkl. „Statuten und Protokoll
    unserer Gemeinschaft Schaffhausen“
  • Kleine „Chronik“ vom Jugendbund, zum 60-jährigen Jubiläum der Pauluskapelle, Schaffhausen vom 29. September 1968
  • Chronik der Pauluskapelle am Tannerberg Schaffhausen, verfasst im Oktober 1969 von Karl Ott sen. und Hans Ott jun., anlässlich einer gründlichen Renovation des Daches und des Turms der Pauluskapelle
  • Die Chrischonaarbeit in Schaffhausen und Umgebung, Jubiläumsschrift von 1977, verfasst vom damaligen Prediger Hermann Müller
  • 75 Jahre Pauluskapelle – Kleine Chronik zum Jubiläum vom 25. September 1983
  • 125 Jahre Chrischona-Gemeinde Schaffhausen 2002: kein Jubiläumsbericht, aber „Meilensteine“, eine tabellarische Aufstellung der wichtigsten Daten
  • Gott schreibt Geschichte: Chrischona-Gemeinde 1994-2006, ein Bericht von Ruedi Glanzmann über seine Zeit als Prediger der Gemeinde

„Chronik der Chrischona-Gemeinde Schaffhausen 1977-2014“ von Martin Heiniger

Schaffhausen, 31. Dezember 2015
Karl Albietz